Warum muss ich auf Websites CAPTCHAs lösen oder werde vor Spyware gewarnt, wenn ich Tor verwende?
Einige Websites verlangen von Tor-Nutzern, CAPTCHAs zu lösen, oder zeigen Warnungen über ungewöhnliche Aktivitäten an. Dies geschieht, weil viele Menschen dieselben Tor-Exit-Relays nutzen, nicht weil Tor selbst unsicher ist.
Wenn Sie den Tor-Browser verwenden, wird Ihr Datenverkehr über gemeinsam genutzte Tor-Exit-Relays geleitet. Tausende von Nutzern weltweit verwenden möglicherweise gleichzeitig dieselbe Relay-IP-Adresse.
Websites interpretieren dies oft als ungewöhnliche Aktivität, zum Beispiel:
- Viele automatisierte Anfragen oder Anmeldungen von einer einzigen IP-Adresse.
- Verkehrsmuster, die Bots, Crawlern oder Malware ähneln.
Infolgedessen zeigen einige Websites CAPTCHAs, vorübergehende Sperren oder sogar Warnungen über „verdächtigen“ oder „infizierten“ Datenverkehr an.
Was Sie tun können
- Einen neuen Kanal versuchen: Im Tor-Browser die Option „Neuer Tor-Kanal für diese Seite“ auswählen, um ein anderes Exit-Relay (und damit eine andere IP-Adresse) zu erhalten.
- Warten und später erneut versuchen: Diese Warnungen sind oft nur vorübergehend und verschwinden in der Regel, sobald sich das Datenverkehrsaufkommen am Relay wieder normalisiert hat.
- Alternative Dienste nutzen: Einige Suchmaschinen und Websites (wie DuckDuckGo) sind Tor-Nutzern gegenüber freundlicher und lösen selten CAPTCHAs aus.
Wichtig zu wissen
- Diese Warnungen bedeuten nicht, dass der Tor Browser Spyware ist oder dass dein Gerät infiziert ist.
- Websites reagieren auf die gemeinsame Natur von Exit-Relays, nicht auf deine individuellen Aktivitäten.
- Unseres Wissens nach versuchen die meisten großen Websites nicht gezielt, Tor zu blockieren – ihre automatisierten Systeme zur Erkennung von Missbrauch können Tor-Datenverkehr einfach nicht von verdächtigem Datenverkehr unterscheiden.